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Deutsche Eroberung und Kolonisation

Das Jahr 929 wurde zum Schicksalsjahr für die sorbischen Stämme in dieser Region.
König Heinrich I. errichtete seine Herrschaftsgewalt über das Mittelelbegebiet.


Seine Heerrestruppen gingen grausam gegen die Sorben vor.

Die eigenständigen gesellschaftlich-staatlichen Entwicklungen der Sorben wurden ersetzt durch Burgwartsysteme, so u.a. in Strehla, Dröschkau, Belgern und Torgau, zur Sicherung der deutschen Herrschaft. Das eroberte Land wurde Königsland.

Heinrich I. und seine Nachfolger verfügten über die Burgwarte bis in das 11. Jahrhundert.
Belgern war Verwaltungsmittelpunkt,
es lag am Schnittpunkt zweier Handelswege und besaß einen gut passierbaren Elbübergang.

Um 1215 erhielten Strehla und Dahlen das Stadtrecht, es folgten Kirchen- und Klöstergründungen im Gebiet (z.B. Zisterzienserkloster Belgern um 1258 als Filial des Kloster Buch bei Leisnig). Die Heiligenverehrung erreichte in der Dahlener Heide im 13. Jh. ihren Höhepunkt.

Getreide und Flachsanbau sowie Obst-und Weinanbau, Bienenzucht entwickelten sich um die Klöster.

Volksfeste und damit verbundene Traditionen (1. Mai/ zu Walpurgis und 25.September/ zu Michaelis, zu Pfingsten trieb man das Vieh auf die Weide und am 11. November waren die Martinsgänse zum Schlachten bereit) prägten das Leben der Menschen ebenfalls.

Der Landausbau wurde vorangetrieben und dies zeigte sich u.a. in den Endungen(-hain,-roda,-walde) der Ortschaften westlich und nordwestlich der Heide.

Schmannetwitz

Im Zuge der Kolonialisierung zogen in die Dahlener Heide neben den Sorben auch Franken, Thüringer und Flamen. Das Sprachgut der Heide belegt dies.

Mit der bäuerlichen Siedlung entwickelte sich auch das Städtewesen (Torgau,Oschatz, Wurzen). Die Handelsstraße führte aber vorbei an Dahlen und stellte somit die Heide ins wirtschaftliche Abseits.