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Interessantes aus der Frühgeschichte

Das Kerngebiet der Dahlener Heide blieb in der Phase der Aufsiedlung von der frühen Eisenzeit bis hin zur Völkerwanderungszeit praktisch siedlungsleer.
Das Elbtal und die in Elbnähe gelegenen Gegenden waren seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. als Durchzugsgebiet für Germanische Scharen ausgewiesen. Sie kamen aus dem norddeutsch- dänischen Raum bzw. aus dem Odergebiet.

Die germanischen Brandgräber auf dem großen Gräberfeld von Liebersee sind Beweise für die Ansiedlung der "Elbgermanen" in der Dahlener Heide.
In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts n.Chr. rückten in die von den Germanen beräumten Gebiete
slawische Stämme vor.
Die Einwanderer waren Kriegsbauern mit reichen Erfahrungen im Ackerbau, Viehhaltung, Jagd, Fischfang.

Sie beherrschten
  • das Schmiedehandwerk
  • die Töpferei
  • die Textilherstellung
  • die Holzbearbeitung.
Zeugnisse dieser Zeit (6./7.Jh und 11./12.Jh) sind die spätbronzezeitlichen Hügelgräber im Heidegebiet.
Die Mehrzahl der vorhandenen Orte, aber auch Wüstungen tragen slawische Namen.

Im Gebiet um die Heide, und zunehmend auch in ihr, siedelten ebenfalls um das 6.Jh die sorbischen Nisizer ("Niederungsbewohner"). Sie gehörten dem Stamm der Daliminizier an, einem der 3 sorbischen Kernstämme. Beachtlich waren ihre Fähigkeiten in der Holzbearbeitung (Schiffs-, Brücken-, Wege-, Wagenbau, sie waren Tischler, Zimmerer, Bötticher, Drechsler...).
Zeugnisse dieser Besiedlung sind der Burgberg von Dahlen, der Kirchberg von Bucha und der Ort Belgern.