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Geschichten um die Jägerei
Schloß Hubertusburg

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Geschichten um die Jägerei

Mit Aufkommen und Erstarken des Feudaladels unterteilte man beim Jagen in "Hohe Jagd" und "Niederjagd". Aus Wildbahn und Forsthoheit entwickelte sich nun ein priviligiertes Jagdrecht.
Auch das Wettiner Adelsgeschlecht war im Raum der Dahlener Heide sehr aktiv bei der Jagd.
Heinrich I. (1089-1103) lebte seine Leidenschaft genauso aus, wie einer seiner bekannteren Nachfolger Kurfürst August I.

Er verwendete in seiner Regierungszeit (1533-1586) seine Staatseinkünfte, um neue Schlösser zu bauen und vorhandene auszubauen.
So erwarb er 1565 das Starschedelsche Schloss Wermsdorf.
 
1564-1570 entstand im alten Klosterhof von Sitzenroda ein weiteres Jagdschloss. Die Bewohner der Dahlener Heide erduldeten seine große Jagdleidenschaft und die damit verbundenen Erlasse für Wilddiebe und ihre drakonischen Strafen.
1560 kam der Erlass für zweimalige Holzversteigerungen im jeweiligen Amt, dies belastete ebenfalls das Waldgebiet. Das Bestreben die Jagdgebiete zu erweitern, machte die Dahlener Heide zum heute geschlossenen Waldgebiet. Die Oberheydische Wildbahn ging als Jagdgebiet in die Geschichte ein.
 
Auch die Nachfolger u.a. Kurfürst Johann Georg I. (1611-1656),
Kurfürst König Friedrich August I. (1694-1733) auch "August der Starke" genannt und Friedrich August II. (1733-1763) errangen durch die Parforcejagd nach französischem Vorbild hohe Ehren.
 
Kurfürst König Friedrich August I. ließ für seinen Kurprinzen in der Zeit von 1721-24 im Wermsdorfer Forst neben dem alten ein neues Jagdschloss bauen, das Schloss Hubertusburg.
Es diente bis 1918 als königlicher Jagdsitz.
Als Zeugnis der letzten Hofjagd von August dem II. gilt die berühmte "Jägereiche" zwischen Lausa und Schmannewitz.